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CENIT AG

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Pressemitteilung vom 03.11.2023

Original-Research: Cenit AG (von GBC AG)

Original-Research: Cenit AG - von GBC AG

Einstufung von GBC AG zu Cenit AG

Unternehmen: Cenit AG
ISIN: DE0005407100

Anlass der Studie: Research Comment
Empfehlung: Kaufen
Kursziel: 20,90 EUR
Kursziel auf Sicht von: 31.12.2024
Letzte Ratingänderung: 
Analyst: Cosmin Filker, Marcel Goldmann

9 Monate 2023: Drei weitere Unternehmen in 2023 akquiriert; Hohes Umsatz- und Ergebniswachstum erreicht; leichte Prognose und Kurszielanpassung; Rating: KAUFEN
 
Die CENIT AG erzielte im dritten Quartal 2023 ein Umsatzwachstum in Höhe von 9,3 % auf 45,84 Mio. € (Q3 2022: 41,95 Mio. €) und setzt damit die bisherige Entwicklung des laufenden Geschäftsjahres 2023 nahtlos fort. In den ersten beiden Quartalen konnte eine Umsatzsteigerung von 22,7 % (Q1) bzw. 14,4 % (Q2) erzielt werden. Insgesamt wurden in den ersten neun Monaten Umsatzerlöse in Höhe von 133,31 Mio. € (Vorjahr: 115,86 Mio. €) erzielt, was einer Steigerung von 15,1 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Ein wesentlicher Wachstumstreiber war dabei die Fortsetzung des anorganischen Wachstums, das im laufenden Geschäftsjahr durch die Akquisitionen der mip Management Informations Partner GmbH, der PI Informatik GmbH und der ACTIVE BUSINESS CONSULT vorangetrieben wurde. Bereits im vergangenen Geschäftsjahr 2022 wurde die ISR Informations Products AG erworben, die erst ab dem 31.05.2022 konsolidiert wurde, sodass auch hier ein Basiseffekt vorliegt. Insgesamt dürfte der anorganische Wachstumsbeitrag nach unseren Berechnungen bei rund 14,00 Mio. Euro gelegen haben und damit liegt organisch ein Umsatzwachstum von rund 3,0 % vor.  
Das starke Umsatzwachstum von 9,3 % ging mit einer überproportionalen Steigerung des EBIT um 78,1 % auf 4,60 Mio. € (VJ: 2,58 Mio. €) einher. Obwohl das EBIT durch einen einmaligen Ertrag aus dem Verkauf der Tochtergesellschaft CENIT Japan K.K. in Höhe von 0,87 Mio. € positiv beeinflusst wurde, hätte die Gesellschaft auch ohne diesen Effekt eine EBIT-Steigerung von 44,6 % auf 3,73 Mio. € erzielt. Hier dürfte sich zum einen die höhere EBIT-Marge der akquirierten Unternehmen positiv ausgewirkt haben. Zum anderen dürfte auch das eingeleitete Kostensenkungsprogramm Sirius einen positiven Ergebnisbeitrag geleistet haben.  
Die CENIT AG plant, die hohe M&A Aktivität der letzten Quartale fortzusetzen. In diesem Zusammenhang hat die Gesellschaft ihre Bankverbindlichkeiten neu strukturiert und ein neues Darlehen in Höhe von 40,00 Mio. € aufgenommen. Mit diesem Darlehen wurde das bestehende Darlehen in Höhe von 22,66 Mio. € abgelöst. Da die Akquisitionen des laufenden Geschäftsjahres aus dem operativen Cashflow finanziert werden konnten, führte die Darlehensaufnahme abzüglich der Dividendenausschüttung (4,18 Mio. €) sowie der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten (2,83 Mio. €) zu einem Anstieg der liquiden Mittel auf 30,07 Mio. € (31.12.22: 19,91 Mio. €). Damit verfügt die Gesellschaft über ausreichend finanziellen Spielraum, um opportunistisch weitere Unternehmen zu akquirieren.  
Mit der Veröffentlichung der 9-Monatszahlen hat das CENIT Management die Prognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigt. Unverändert wird ein Umsatz von rund 180 Mio. € und ein EBIT von rund 9,5 Mio. € erwartet. Ausgehend von den in den ersten neun Monaten erreichten Werten wird damit für das vierte Quartal ein Umsatz von rund 46,70 Mio. € und ein EBIT von rund 4,90 Mio. € erwartet. Während der Umsatz damit in etwa auf dem Niveau des vierten Quartals des Vorjahres erwartet wird, sollte sich das EBIT im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich verbessern.  
Ein Anstieg des EBIT im vierten Quartal sollte in erster Linie mit einem erwarteten Anstieg der margenstarken Eigensoftwareumsätze zusammenhängen. Hier kam es nach Unternehmensangaben zu Auftragsverschiebungen, die jedoch noch im laufenden Geschäftsjahr realisiert werden könnten. Das betroffene Auftragsvolumen beläuft sich auf ca. 1,5 Mio. €. Darüber hinaus sollte der positive Effekt aus der Entkonsolidierung der japanischen Tochtergesellschaft auch im vierten Quartal einen leicht positiven EBIT-Beitrag leisten. Zudem sollten sich auch die Einspareffekte aus dem Sirius-Programm ergebnissteigernd auswirken.
 
Während wir unsere Umsatzprognose unverändert beibehalten, passen wir unsere EBIT-Schätzung leicht auf 9,55 Mio. € an (bisher: 9,80 Mio. €). Allerdings berücksichtigen wir in unseren Schätzungen erstmals das neu aufgenommene Darlehen in Höhe von 40 Mio. €, was zu höheren Zinsaufwendungen führen wird. Dies führt insbesondere zu einer Anpassung der von uns geschätzten Nachsteuerergebnisse für die kommenden Geschäftsjahre 2024 und 2025, während wir sowohl die Umsatz- als auch die Ergebnisschätzungen für diese Schätzperioden unverändert lassen. Obwohl die aufgenommenen Mittel für die Umsetzung der weiteren M&A-Aktivitäten verwendet werden sollen, haben wir diese aufgrund der noch ausstehenden Realisierung noch nicht in unsere Prognosen einbezogen. Nach Unternehmensangaben ist eine Akquisition noch im laufenden Geschäftsjahr sehr wahrscheinlich. Darüber hinaus besteht derzeit eine umfangreiche M&A-Pipeline, die bei vollständiger Realisierung den Umsatz um rund 70 Mio. € erhöhen würde.
 
Aufgrund der leichten Anpassung des EBIT für 2023 sowie der Berücksichtigung höherer Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der umfangreichen Kreditaufnahme reduziert sich unser im Rahmen des DCF-Modells ermitteltes Kursziel nur geringfügig auf 20,90 € (bisher: 21,00 €). Wir vergeben weiterhin das Rating KAUFEN.
 

Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden: http://www.more-ir.de/d/28003.pdf

Kontakt für Rückfragen
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Offenlegung möglicher Interessenskonflikte nach § 85 WpHG und Art. 20 MAR Beim oben analysierten Unternehmen ist folgender möglicher Interessenkonflikt gegeben: (5a,6a,7,11); Einen Katalog möglicher Interessenkonflikte finden Sie unter: http://www.gbc-ag.de/de/Offenlegung.htm
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Datum (Zeitpunkt) Fertigstellung: 03.11.23 (09:18 Uhr) Datum (Zeitpunkt) erste Weitergabe: 03.11.23 (10:30 Uhr)
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Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw. Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.

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