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CENIT AG

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Pressemitteilung vom 06.08.2021

Original-Research: CENIT AG (von GBC AG)

Original-Research: CENIT AG - von GBC AG

Einstufung von GBC AG zu CENIT AG

Unternehmen: CENIT AG
ISIN: DE0005407100

Anlass der Studie: Research Comment
Empfehlung: Kaufen
Kursziel: 18,80 Euro
Kursziel auf Sicht von: 31.12.2022
Letzte Ratingänderung: 
Analyst: Cosmin Filker, Marcel Goldmann

1.HJ 2021: Positiver Trend im 'Corona'-Halbjahr sichtbar; Prognosen bestätigt, Kurszielsteigerung durch Roll-Over-Effekt  
Die Covid-19-bedingten Belastungen hatten sich auf den gesamten Zeitraum des ersten Halbjahres 2021 ausgewirkt, wohingegen die Vorjahresperiode ab März von der Pandemie betroffen war. Vor diesem Hintergrund ist die konstante Umsatzentwicklung der Gesellschaft als positiv einzustufen. Insgesamt reduzierten sich die Umsatzerlöse in den ersten sechs Monaten 2021 leicht um -1,0 % auf 73,93 Mio. EUR (VJ: 74,69 Mio. EUR). In der quartalsweisen Betrachtung wird dabei eine aufwärtsgerichtete Tendenz sichtbar. Nachdem im ersten Quartal 2021 Umsätze in Höhe von 36,22 Mio. EUR (-7,7 % ggü. VJ) erreicht wurden, lagen diese im zweiten Quartal bei 37,71 Mio. EUR (+6,3 % ggü. VJ).
 
Bei den Beratungs-/Service-Umsätzen liegt, im Gegensatz zu den beiden anderen Produktgruppen, noch keine positive Tendenz vor. In dem Umsatzrückgang in Höhe von -8,2 % machen sich weiterhin die Budgetkürzungen und Projektverschiebungen der Kunden bemerkbar. Demgegenüber stehen bei den Fremdsoftware-Umsätzen ein leichter Anstieg in Höhe von 1,8 % sowie eine dynamischere Entwicklung der Eigensoftware-Umsätze, die um 4,7 % über den Vorjahreswert lagen. Die Eigensoftware-Umsätze lagen sogar wieder auf dem Vor-Corona-Niveau. Im Rahmen des Halbjahresberichtes 2021 hat die CENIT AG erstmals eine konkrete Aufgliederung innerhalb dieser drei Erlösarten dargestellt. Besonders interessant ist hier der Umstand, wonach der wiederkehrende Umsatzanteil im Bereich der Fremdsoftware 84,3 % und im Bereich der CENIT-Eigensoftware 69,1 % beträgt. Konzernweit macht der Anteil der wiederkehrenden Erträge 61,3 % und bietet damit eine sehr stabile Basis, auch vor dem Hintergrund des nach wie vor ungewissen Pandemieverlaufs.
 
Die Steigerung der Software-Umsätze, hier insbesondere der margenstärkeren Eigensoftware-Umsätze hat, trotz der insgesamt konstanten Umsatzentwicklung, einen Anstieg des EBIT auf 0,94 Mio. EUR (VJ: 0,78 Mio. EUR) ermöglicht. Hier finden sich auch teilweise die vom CENIT-Management ergriffen Maßnahmen zum Kostenmanagement wieder.
 
Zudem ist die erneut sehr positive Cashflow-Entwicklung hervorzuheben. Aus dem operativen Geschäft heraus hat die CENIT AG einen hohen Liquiditätszufluss in Höhe von 9,71 Mio. EUR (VJ: 9,41 Mio. EUR) generiert. Auch bereinigt um Working Capital-Effekte hätte die Gesellschaft mit 1,58 Mio. EUR (VJ: 3,63 Mio. EUR) einen deutlich positiven operativen Cashflow aufgezeigt. Trotz der Wiederaufnahme der Dividenden-Ausschüttung in Höhe von 3,93 Mio. EUR erhöhten sich die liquiden Mittel auf 29,52 Mio. EUR (31.12.2020: 26,05 Mio. EUR) und machen insgesamt 34,2 % (31.12.2020: 31,2 %) der Bilanzsumme aus.
 
Mit Veröffentlichung des Q1-Berichtes hat das CENIT-Management die Guidance bestätigt. Weiterhin rechnet der Vorstand für das laufende Geschäftsjahr 2021 mit Umsatzerlösen in Höhe von 152 Mio. EUR und einem Konzern-EBIT in Höhe von 4,9 Mio. EUR. Ausgehend von den erreichten Werten des ersten Halbjahres, stufen wir diese Prognose als gut erreichbar ein. Dazu müssten im ohnehin traditionell stärkeren zweiten Halbjahr, welches dieses Jahr zudem von der Minderung der pandemiebedingten Effekte profitieren sollte, lediglich Umsatzerlöse in Höhe von rund 78 Mio. EUR (1.HJ 2021: 73,93 Mio. EUR) erreicht werden.
 
Auch von der Kundenseite her liegen positive Impulse vor. Die für die CENIT AG wichtigen Branchen Luftfahrt, Automobil- sowie die Produktionsindustrie waren zwar besonders stark von der Pandemie betroffen, derzeit stehen die Zeichen jedoch auf Erholung. Der VDMA berichtet etwa von einer deutlichen Verbesserung der Auftragslage, wodurch der Rückgang des Corona-Jahres in 2021 zum Teil aufgeholt werden könnte. Auch der Automobilbau-Verband VDA prognostiziert für das laufende Jahr ein Zuwachs bei den Verkaufszahlen von etwa 3 %. Hier wären eigentlich höhere Absätze möglich, der globale Chipmangel bremst jedoch die diesjährige Erholung. Schließlich sieht Airbus, ein wichtiger CENIT-Kunde und von uns stellvertretend für die Luftfahrtbranche ausgewählt, ebenfalls deutliche Erholungstendenzen. Angesichts steigender Flugreisen wurde die Prognose für 2021 auf 600 Auslieferungen (bisher: 566 Auslieferungen) angehoben.  
Aufgrund der insgesamt positiven Marktsignale sowie der guten Entwicklung des ersten Halbjahres 2021 behalten wir unsere bisherigen Prognosen (siehe Researchstudie vom 17.05.2021) bei. Unsere Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr liegt zwar etwas oberhalb der Unternehmens- Guidance, wir sind nach wie vor zuversichtlich, dass diese gut zu erreichen ist. Aufgrund der erwarteten spürbar höheren Umsatzerlöse in den kommenden Geschäftsjahren sollte die CENIT AG sukzessive die Rentabilität verbessern. Ein zunehmender Anteil der Eigensoftware-Umsätze sollte hierfür ein wichtiger Faktor sein.
 
Wir behalten unser DCF-Bewertungsmodell unverändert bei, verschieben jedoch die Kurszielbasis auf den 31.12.2022 (bisher: 31.12.2021). Aus diesem Roll- Over-Effekt ergibt sich eine Kurszielsteigerung auf 18,80 EUR (bisher: 17,80 EUR). Wir vergeben weiterhin das Rating KAUFEN.
Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden: http://www.more-ir.de/d/22748.pdf

Kontakt für Rückfragen
GBC AG
Halderstraße 27
86150 Augsburg
0821 / 241133 0
research@gbc-ag.de
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Offenlegung möglicher Interessenskonflikte nach § 85 WpHG und Art. 20 MAR Beim oben analysierten Unternehmen ist folgender möglicher Interessenkonflikt gegeben: (5a,6a,7,11); Einen Katalog möglicher Interessenkonflikte finden Sie unter: http://www.gbc-ag.de/de/Offenlegung.htm
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Datum (Zeitpunkt) Fertigstellung: 06.08.21 (07:36 Uhr) Datum (Zeitpunkt) erste Weitergabe: 06.08.21 (09:00 Uhr)
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Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw. Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.

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